Garmin Fenix 2 unter die Lupe genommen!

Der nächste Alleskönner aus dem Hause Garmin?   Nach dem Garmin Forerunner 910XT, haben wir nun den Garmin Fenix 2 getestet. Wieder mal eine Sportuhr, diesmal ein Langzeittest, über circa eineinhalb Monate,wobei wir den Fokus auf Sportaktivitäten gelegt haben mit dem Zusatznutzen: dem Alltagsgebrauch in Büro. Erst ein paar Zahlen, Daten und Fakten: Technische Daten:
  • Gewicht : 82g
  • Batterie : Lithium-Ionen-Akku
  • Betriebsdauer der Batterie : 16 bis 50 Stunden (GPS-Modus), 3 Wochen (Sensormodus), 6 Wochen (Uhrmodus).
  • Abmessungen: 4,9 x 4,9 x 1,7 cm
  • Anzeigegröße, B x H: 3,1x 3,1cm
Angaben vom Hersteller. Lieferumfang:
  • USB-Kabel mit Ladeklemme
  • Netzteil mit Adaptersteckern
  • Handbuch (auch im Internet zur Download bereit)
  • Wechselarmband (für zB. im Winter die Uhr über die Jacke getragene werden kann) und dazugehörende Schraubendreher zum wechseln.
  • Fenix Uhr.
Extras
  • Barometrischer Höhenmesser (dazu GPS-Höhenmesser, wenn GPS vorhanden)
  • Wasserdicht (mit Schwimmfunktionen: Bahnerkennung, Schwimmstilerkennung, Armzüge, uvm.)
  • Uhr-Funktionen: Zeit, Datum, Alarm, Timer, Chronograph, Vibration (sollte eine Uhr schon können 🙂 ).
  • Kompas, Barometer, Temperatursensor.
  • Sensoren (ANT +) und Bluetooth ( Konnektivität mit Smartphone)
  • Verschiedene Funktionen wie Angel-, Mond- und Sonnekalender.
  • Navigationsfunktionen wie u.a. TrackBack und Routennavigation.
  • Mit Garmin Vector kompatibel.
  Beschreibung:
  • Tasten sind einfach zu bedienen: 3 links, 2 rechts.
  • bruchsicheres Mineralglas (kein Touch-screen)
  • Licht: "Audi"-rotes Beleuchtung.
  • Datenfelder teilweise schon (sinnvoll) vorbelegt, andere Sportarten selber noch einzupflegen - sinnvoll wäre hier am Rechner diese vorgelegen zu können, ist noch nicht der Fall.
  • Bedienungsstruktur :   - Links: obere Taste: Licht oder Sperren; mittlere Taste: up; untere Taste: down.

- Rechts : Obere Taste: Start/Stop; untere Taste: back/Lap

  • Bei Stop: Möglichkeiten -> "verwerfen" - "speichern" oder "später fortsetzen".
  • Ladefunktion einfach via Koppeln mit entweder Steckdose oder USB-PC - einfacher und stabiler wie beim 910XT.
  • intuitive und deutliche "Garmin"-Bedienung, analog zum Forerunner, dennoch gewöhnungsbedürftig für "Garmin-neu-Benützer".
  Was sind die Unterschiede zum 910XT ? Der 910 XT ist eine Triathlon-Uhr, wo der Fokus wirklich auf dieser Sportlergruppe liegt. Auch Läufer können diese Uhr verwenden. Die Fenix 2 ist eine Multisportuhr, mit einem leichten Fokus aufs Trailrunning– nicht zuletzt wegen der Navigationsfunktionen, die auch Funktionen hat die für u.a. Triathleten interessant sind. Besonders viele Outdooraktivitäten sind integriert, z.B. Trailrun, Langlauf, Skifahren, Wandern, Bergsteigen und "Navigieren". Dazu kann man noch Benutzer-definierte Aktivitäten anlegen. Welche neue Features sind uns aufgefallen?       Da wäre schn mal eine sehr lange Batteriedauer. Klingt für so manchen nicht als extrem wichtiges Feature, allerdings war es ein relativ lästiger Nachteil des 910 XT. Bei einem Langdistanz-Rennen reichte die Akku-Leistung nicht aus wenn GPS immer eingeschaltet war (und ich im Rennen nicht der GPS-Status ein-oder ausschalten möchte). Zudem ist es mir leider regelmässig passiert, dass ich die Uhr nicht aufgeladen hatte und dann eine leere Batterie vorfand. Eher suboptimal. Die Fenix 2 ist hingegen in vollem Zustand bei mir noch nie ganz leer gewesen. Auch beim Ironman nicht. Rest war noch bei 63%. Also tippitoppi.   Als Nächstes ist da der Schrittfrequenz-Zähler. Obwohl ich diese Funktion im Training (noch) nicht verwende, kann ich nachvollziehen dass es für Sportler als Trainingsparameter eingesetzt wird. Und noch ein wichtiges Feature ist die Möglichkeit, drahtlos die Fenix 2 mit dein iPhone / Smartphone verbinden zu können. "Pairen" geht sehr einfach, Menü wählen: "Einstellungen" -> Bluetooth und dann im Telefon koppeln. Code eingeben, bestätigen und dann ist es schon fertig! Ganz klar ist die Fenix 2 keine Smartwatch, wie z.B. die Apple Watch. Sie hat zwar verschiedene Smartwatch-Funktionen, wie z.B. den Empfang von Pushbenachrichtigungen vom Smartphone. Allerdings nicht weil sie eine Smartwatch sein will, sondern weil Garmin seit jeher argumentiert, dass das Handy zwar dabei sein sollte, aber sicher verstaut im Rucksack. Als Test habe ich für ein Schwimmtraining die Technikübungen per SMS auf die Uhr geschickt, war lässig und fancy, man kann aber auch noch immer seine Spickzettel am Beckenrand deponieren. Die Fenix 2 kann sowohl optisch eine alltägliche Funktion übernehmen, und bei ausgeschalteter GPS-Funktion verspricht Garmin eine anhaltende Akkuleistung von 5 Wochen. Völlig ausreichend also. Warum verwende ich die 910XT noch? Im Training ist die 910XT  dem Fenix 2 quasi ebenbürtig. Meiner Meinung nach..leichter Vorteil für den 910XT. Die Leserlichkeit des Displays ist etwas klarer und deutlicher als beim Forerunner, wobei wir jeweils Datenfelder mit vier Belegungen getestet haben. Nach einigen Wochen habe ich den Fenix dann so eingestellt dass nur 3 Belegungen pro Datenfeld eingestellt waren, und somit war auch das Display "Problem" weggezaubert. Ein deutlicherer Pluspunkt für den Forerunner ist die Übertragung der Daten im Garmin Training Center. Beim Fenix ist das leider nur sehr umständlich möglich, indem man die Daten erst via Internet an Garmin sendet, um es dann im Center zu exportieren. Bedienfreundlichkeit: Sobald die Fenix gestartet wird, dauert es noch immer relativ lange bevor die Satelliten gefunden werden. Gefühlt leider gleich lang wie beim Forerunner 910XT. Die Tasten sind einfach und sehr gut zu bedienen, haptisch für Sportler absolut geeignet (wegen seiner grob-geriffelten Tasten). Während des Workout´s ist der Wechsel zwischen den Datenfelder einfach und unkompliziert. Logischer Menü-Aufbau und dementsprechend einfache Bedienung, und interessante Funktionen für Trailrunner mit Kompass, TrackBack und Navigation, wobei der Blick während des (schnellen) Laufens auf die Uhr für Navigationszwecke doch eher schwierig ist. Datenverwaltung im Garmin Connect ist wie gehabt:deutlich und analog zum Forerunner, muss aber in der Garmin Cloud abgelegt werden. Verbesserungsfähig sind die Erklärungen der Datenfeld-Funktionen, und das diese am PC vorgenommen werden können. Fazit: Alles in allem eine Multifunktionsuhr die ihrem Namen alle Ehre macht. Ob alle Funktionen nach Wert eingesetzt, geschätzt und benützt werden, wage ich zu bezweifeln, aber verfügbar sind sie. Interessante Features (Kompass, TrackBack,..) und neue technologische Ansätze (Verbindung mit iPhone) machen es zu eine Top-Sportuhr. In Punkto Alltagstauglichkeit ist es ein "must-have" für Multisportler die im Büro nicht als solche auffallen wollen. Auf der Eurobike hat Garmin eine Fenix 2 Special Edition vorgestellt. Die soll mit rotem Armband kommen und ohne inverses Display. Die Fenix 2 SE wird voraussichtlich im Oktober in den Handel kommen.
Bild
SE Fenix2, Bild bereitgestellt von Garmin.
Bild 1
SE Fenix2 , Bild bereitgestellt von Garmin.

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