Ironman Kalmar – die Anreise…

Ironman Kalmar, oder ein Rookie berichtet...

 Geschrieben durch P.Berchtold

Anreise (D-Day-3 und -2)   Da Kalmar nicht gerade um die Ecke liegt, sondern 1.600 km weit weg ist, haben wir uns schon frühzeitig Gedanken zum Thema Anreise gemacht: Es war eine lange Diskussion ob per Mietwohnmobil, Flugzeug, Bahn oder dem eigenen Auto (und wenn ja mit oder ohne Fähre). Bei allen Variationen gab es Vor-und Nachteile. Trotz der langen Distanz haben wir uns dann letztendlich entschieden, mit dem eigenen Auto zu fahren und zwar ohne Fähre um zeitlich unabhängig zu sein, obwohl es eine erhebliche Mehrkilometer-Aufwand bedeutet. Des Weiteren um sicher zu gehen, dass die Fahrräder heil bleiben und ankommen, was beim Flug nicht immer gewährleistet ist. Ein zusätzlicher Vorteil war dass wir keine Gewichtseinschränkungen beim Gepäck haben. Also ging es  vollgepackt mit den Rädern auf dem Heckgepäckträger los in Richtung erstes Zwischenziel: ein Geniesserhotel bei Flensburg.     Die 950 km gingen meist gut zu fahren und wir hatten bis auf einige Baustellen keinen weiteren Stau. Um die Beine zu entspannen, habe ich während der gesamten Fahrt CEP Socken getragen. Meine Gedanken kreisten (wie auch schon die letzten Wochen) immer mehr um den Ironman. Auch wenn Kalmar noch nicht in Sichtweite war.   Anreise, Registrierung und Race-Briefing (Tag-2)   Heute galt es noch einmal 700 km bis nach Kalmar zu fahren: Gleich nach dem Frühstück um 09.00 Uhr ging´s pünktlich in Flensburg los in Richtung Dänemark. Generell gibt es keine Mautpflicht in Dänemark. Allerdings kosten die Brücken (Storebaelt und Öresund je 46,- Euro Maut). Auch heute fuhren wir wieder mit CEP Socken, um unsere Beine zu entlasten. Die Fahrt durch Dänemark war abgesehen von einem Stau unspektakulär. Die Überfahrten über die Storbaelt-und Öresundbrücke waren hingegen atemberaubend schön und kann man definitiv empfehlen! Die Öresundbrücke verbindet die dänische Hauptstadt Kopenhagen mit Malmö in Schweden. Und schon wurden wir von der schwedischen Flagge und einem Wegweiser in Richtung Kalmar begrüßt:  
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Da geht es hin.....
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Prächtige Brücke, Landschaft 1A !!
          Auch in Schweden gibt es keine generelle Mautpflicht. Ebenso wie in Dänemark gilt die Tagfahrlichtpflicht und eine Begrenzung von 110-120 km/h auf Autobahnen.  
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...auf eine kleiner Insel...
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.... zwischen Brücke und Brücke...
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...ist es traumhaft zu leben...
        Die Fahrt nach Kalmar war einfach traumhaft schön. Immer wieder waren große Seen und kurze Blicke auf das Meer zu erhaschen und die Landschaft wurde immer schwedenklischeemäßiger. Mit den typischen roten Häuschen und überall an den Straßen die Warnungen vor Elchen.  
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..Schweden... geht noch mehr Klischee??
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Elchgefahr... zwar leider keinen gesehen, aber gewarnt waren wir!
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...Prächtig...
           Die Autobahnen wurden zwar zeitweise zu einer Schnellstrasse oder gar einspurigen Landstrasse aber es ging trotzdem voran. 150 km vor Kalmar entdeckten wir schon die ersten Mitstreiter: Eindeutig an Cervelo´s und Co. auf dem Dach. Da stieg die Spannung und langsam bekam ich immer mehr Gänsehaut und wollte unbedingt ankommen. Endlich in Kalmar angekommen war ich überwältigt. Überall hingen schon Ironman-Plakate und die ganze Stadt war schon im Iron-Fieber.     Wir fuhren gleich in unser Hotel, dem Kalmar Stadshotell, das direkt hinter dem Zielbogen des Ironman-Finish lag. Auf dem Platz waren schon der Zielbogen und die Tribüne mitten im Aufbau. Einfach beeindruckend.  
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Die Zielgerade...
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... und Zielbogen...
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...und das Ratshaus...
    Schnell wurde eingecheckt und die Räder und das Gepäck aufs Zimmer gebracht, denn unser Terminkalender für heute war noch randvoll. Und schon ging's los bewaffnet mit den DTU Ausweisen zur offziellen Ironman-Messe um uns zu registrieren. Die Schlange war lang und während sich Tom anstellte konnte ich auf der Messe noch schnell meine gewohnte Schwimmbrille kaufen und ein paar Souvenirs.  
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... Ironman-Athlete Wristband...
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Ab jetzt wird es spannend...
        Neben einem tollen Rucksack mit allen nötigen Startunterlagen bekam jeder sein Entry-Bändchen um das Armgelenk, das einem den Zutritt in Wechselzone etc. und den Start ermöglicht.   Jetzt hatte ich schon das erste Mal Tränen in den Augen. Ich war nun ein ganz offiziell gekennzeichneter Ironman-Starter. Voller Stolz gingen wir mit unseren Rucksäcken bewaffnet auf das sogenannte Race-Briefing, das in den Sporthallen von Kalmar abgehalten wurde.
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Race-Briefing...
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...gespanntes zuhören...
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... Swim Start= Swim smart...
            Ein Racebriefing (vor allem bei einer Langdistanz) ist eine Pflichtveranstaltung. Viele wichtige Informationen über Regeln, Gefahrstellen und Startzeiten werden dort verkündet. Ich war ganz begeistert von der Atmosphäre und all den Mitstreitern auf einem Haufen. Auch ein kurzes Video über den Wettkampf im Vorjahr wurde abgespielt. Da zitterten mir die Hände und neben meiner dauerhaften Gänsehaut liefen mir die Tränen in Bächen runter. Es war eine Mischung aus Anspannung, Vorfreude und ein wenig Angst. Auf dem Weg zurück in die Altstadt von Kalmar genossen wir schon wunderschöne Blicke auf die tolle Kulisse und die Brücke nach Öland.   Das Wetter war sommerlich warm und das allerwichtigste: Für den Wettkampftag waren perfekte Bedinungen angekündigt. Ungefähr 20 Grad und trockenes Wetter mit leichtem Wind.   Hier geht es weiter...

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