Berlin Marathon 2013

40. BMW Berlin Marathon   Alles Begann im Januar 2013 als der Hauptsponsor noch ein paar Plätze für den Berlin Marathon 2013 im Zuge einer Verlosung zu vergeben hatte.   Da ich bis jetzt bei Verlosungen nichts gewonnen hatte, nahm ich „leichtsinnig“ daran teil, mit der Vermutung sowieso nicht gezogen zu werden. Prompt hatte ich einen Slot zur Teilnahme..und war fast geschockt, denn das bedeutete … Trainieren..und zwar Laufen, das nicht unbedingt zu meiner persönlichen Stärke gehört. Um zusätzlich motiviert zu sein, versprach mir Tom mich zu trainieren und ebenfalls an dem Marathon teilzunehmen und sogar mit mir zu Laufen.Sozusagen als mein persönlicher Pacemaker.   Eine ganz andere Motivation meinerseits war es zum einen: einmal im Leben als „Nicht-Lauftalent“ einen Marathon mit einem Lächeln zu finishen und im Zuge meiner Pläne im Hinblick auf den Ironman wollte ich für mich (als Bestätigung und Beruhigung) einmal einen Marathon in Einzeldisziplin gelaufen haben.   P1050062 Die Zeit verging rasch. Training war im Grunde ok, da ich das Minimum trainierte (schließlich galt es nur zu finishen..). Zu den härtesten Einheiten gehörten natürlich die langen Läufe die bei hohen Temperaturen nicht so angenehm sind und ein 4-stündiges Aquajogging. Alles in allem aber war ich durch Tom´s Erfahrung bestens vorbereitet und freute mich schließlich auf Berlin.   Tag-1 vor dem Marathon: Abholen der Startunterlagen und Marathonmesse : Hier kann man nur empfehlen, wegen den großen Andrangs vielleicht schon am Vortag hinzugehen oder sehr früh am Morgen. Anreise ist mit der U-Bahn zu empfehlen. P1040099P1040097 Besichtigung der Startblöcke und des Zielbereiches: Um unsere Beine für den bevorstehenden Wettkampf zu schonen, haben wir uns im Hotel coole Citycruiser P1040110P1040115 ausgeliehen und haben die bereits vielfach schon abgesperrten Strecken genossen…   Der Marathon: Nachts konnte ich selbstverständlich wieder kaum schlafen. Um 5 Uhr klingelte auch offiziell der Wecker und die Wetterprognose bestätigte sich beim Blick in den noch dunklen Himmel: Es wird ein wunderschöner spätsommerlicher Tag. Also perfekt. Es war blauer Himmel und angenehme Lauftemperatur. Langsam freute ich mich, während ich meine CEP Socken anzog und meine Achseln und reibeempfindliche Stellen mit Lavendula eincremte. Frühstück fällt um die Uhrzeit immer schwer und fällt zweckmäßig aus: ein paar Toasts mit Käse oder Honig und selbstverständlich gut und viel Trinken. IMG_0226 Startnummer umgeschnallt und den Chip für die Zeitmessung am Fuß befestigt. Das Wechselsäckchen noch schnell gepackt mit allen Sachen die man gerne abgehen möchte, noch eine warme Hose und Jacke übergezogen und los ging es wieder mit den Citycruisern in Richtung Startbereich. Diese  coole und völlig entspannte Art zum Startbereich zu kommen kann ich nur jedem empfehlen! Im Startbereich angekommen wurden die Zelte gesucht wo die entsprechenden Säckchen abgegeben werden konnten. Und dann ging´s schon los in Richtung Startblock. P1040117 Es war nach Buchstaben aufgeteilt…vorne die Elite und dann die entsprechenden Zeiten die auch mit Pacemaker Ballons gekennzeichnet waren bis hin zum letzten Startblock H (wo wir uns platzierten). Es war eine tolle Stimmung. Musik spielte..es wurde gefeiert und getanzt..und schon fiel der erste Startschuss… die Profis starteten… drei weitere Startschüsse werden folgen! Nach und nach wurde jeder Startblock langsam in Richtung Ziellinie geführt und ich hatte von diesen unglaublichen Menschenmassen und der tollen Atmosphäre Dauergänsehaut! Letzten Endes ertönte dann die Stimme des Sprechers: Und nun sind wir unter uns..mit meinem Lieblingsstartblock H! Und um die Stimmung förmlich zum überkochen zu bringen spielten sie dann noch Sirtaki und die Menge klatschten in die Hände über den Köpfen. Einfach genial! Ich vergaß für kurze Zeit sogar, dass ich ja gleich loslegen sollte… Schlussendlich liefen wir völlig gechillt als einer der letzten über die Messmatte und starteten in den Marathon. Anfangs lief ich voller Euphorie sogar annähernd einen 5er Schnitt. Tom bremste mich, indem er einige Male vorgab kurz Austreten zu müssen. Die Zeit verflog und es war einfach wetter-und stimmungstechnisch perfekt.. An jeder Straßenecke spielte eine andere Band.. aus vielen Wohnungen ertönte Musik und die Zuschauer waren grandios und trugen einen förmlich durch die Straßen. Von Bach über Paul Kalkbrenner bis Rammstein haben wir alles zu hören bekommen! Wir hielten gemütlich an allen Verpflegungsstationen und tranken warmen Tee und aßen immer wieder Bananen und Äpfel. Ein kleiner Minuspunkt, Dixis waren auf der Strecke nicht so zahlreich, daher konnte man wählen zwischen Freiluftpinkeln mit Publikumsjoker oder sich mindestens 10 Minuten Dixi-anstellen. Wir wählten die erste Variante die zum Glück nur einmal nötig war.   Insgeheim wartete ich schon ab KM 25 auf den oft angedrohten „Mann mit dem Hammer“ aber er kam nicht.. (zum Glück)… im Gegenteil..bei KM 32 hatte ich ein richtiges „Runners High“ und fühlte mich wunderbar. Tom musste mich an der Stelle wieder ein wenig zügeln sonst hätte ich mich doch noch abgeschossen. Dadurch dass Tom immer eine gleichbleibende angenehme Geschwindigkeit hielt und darauf achtete, an jeder Verpflegung uns gut zu versorgen, lief ich fröhlich weiter und aus ein Schmunzeln wird mehr und mehr zu einem Dauergrinsen im Gesicht! Und doch ist es ein wenig zäh geworden, so ab KM 40 wo ich endlich das Brandenburger Tor oder wenigstens das Reichstagsgebäude erblicken wollte…. Und schlussendlich war es dann so weit: der Zielkoridor in Richtung Brandenburger Tor und dahinter gleich das Ziel. Der letzte Kilometer war Genuss pur… durch die tobenden Menschenmassen…. Mit „I will love you Monday“ mit einem entspannten Lächeln zu zweit eingelaufen… einfach wunderschön. Und das coolste: Ich hätte einfach noch weiter laufen können!   Gleich nach dem Finisherbusserl bekamen wir auch schon die Medaille umgehängt und posierten fürs Finisherpix. Und schon spazierten wir in Richtung Zielverpflegung um genussvoll einen Südtiroler Apfel zu genießen. Erst als ich etwas abseits vom Trubel meine Beine dehnte, merkte ich, wie einige Freudentränen über meine Wangen liefen. Ich war überglücklich über den wunderschönen Marathon, den ich von Anfang bis Ende genossen habe – und genau das wünsche ich jedem Läufer, der sich genau diese Freude am Laufen als Ziel für einen Marathon wünscht. Und schon stellte sich ein Dauergrinsen ein, dass noch 2 Tage anhielt! IMG_0228 Am Ende wurden noch die abgegebenen Säckchen abgeholt. Vor dem Reichstagsgebäude konnten nochmals Fotos von den glücklichen Finishern gemacht werden und wir schwangen uns gemütlich zurück auf unsere Citycruiser mit denen wir wieder ganz relaxt in unser Hotel am Kurfürstendamm radelten um in der Sauna und danach bei einem Abendessen den Tag ausklingen lassen.   Zeiten und weitere Fotos findet ihr hier.   Tag 1 nach dem Marathon:   Um ehrlich zu sein hatte ich vermutet, dass ich ein paar Tage gar nicht mehr laufen könnte. Dem war nicht so. Natürlich hatte jeder einige Blasen und ein wenig Muskelkater und allgemeine Erschöpfung war zu spüren. Nichts desto trotz ging’s nach Potsdam und wir spazierten den halben Tag fröhlich im Schlosspark Sanssouci.P1040134 Am Abend fuhren wir dann für ein paar Tage zum Erholen in den Spreewald wo bei lecker Essen, Sauna und herrlicher Natur wieder die Akkus aufgeladen werden konnten. Berlin, es war schön, sehr schön!!  

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