Same procedure as every year…

Same procedure as every year...

durch Jelena V., aka "Tischa"

Same procedure as every year hieß es am 10. Juli 2016 für Petra, Inga, Tom und Jelena beim Karlsfeld Triathlon. Petra, Inga und Tom absolvierten die Olympische und ich (Jelena) die Volksdistanz. Theresa und Sören waren als tatkräftige und mentale Unterstützung vor Ort, mussten ihre Kräfte jedoch für den großen Auftritt am 17.07.2016 in Roth aufbewahren. Hatte der Sommer bisher auf sich warten lassen, war er pünktlich an diesem Tag ganz auf unserer Seite und bescherte uns einen wundervollen Tag mit 30 Grad und Sonne satt. Das wundervolle Wettkampfwetter machte damit einen Neoprenanzug nutzlos und alle waren in der Früh glücklich über die Schwimmstrecke und eine Abkühlung im Karlsfeldsee, bevor es auf die Radstrecke auf die B471 ging. Hier herrschte eine leichte Brise, die auf der recht flachen und für schnelle Fahrten ausgelegten Rennradstrecke sehr willkommen war, bevor man sich auf die Laufstrecke in der prallen Mittagssonne begab. Unter diesen Bilderbuchvoraussetzungen haben wir alle den Wettkampf genossen und Inga hat den ersten Platz in Ihrer Altersklasse erreicht. Bravo, liebe Inga!     Als Finisher Goodie gab es dieses Jahr einen tollen kleinen Fahrrad-/ Laufrucksack, der neben den ganzen XXL-Trainingstaschen eine tolle Ergänzung in unserem Equipment ist. Eigentlich stand für mich dieses Jahr in Karlsfeld ebenfalls die olympische Distanz auf der Agenda, jedoch hatte mich eine OP, 2 Monate vor dem Start, soweit aus den Vorbereitungen geworfen, dass die olympische Distanz nun nächstes Jahr auf mich warten muss. Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben. Ich bleibe dran! Trotz des Ausfalls wollte ich es mir nicht nehmen lassen, am 19. Juni bei einer Staffel in Lauingen beim Schwimmen teilzunehmen. Das sollte sich jedoch schnell rächen, denn auch ich konnte keine Wunder vollbringen und 2,5 km im Freiwasser waren halt doch kein Zuckerschlecken. Ich musste mir selbst eingestehen, dass es meine schlechteste Leistung in dem vergangenen Jahr war. In den anderen Disziplinen haben Tom auf dem Rennrad (hatte selbst mit den Folgen eines Hundebisses zu kämpfen) und Christian beim Laufen wahre Wunder vollbracht und sehr viel Zeit zu der vorliegenden Gruppe aufgeholt. Dafür an dieser Stelle mein größter Dank und Respekt! Nach dieser Niederlage stellte ich mir die Frage, wie Karlsfeld in der Volksdistanz wohl für mich ausgehen wird. Um mehr Sicherheit zu bekommen, biss ich die Zähne zusammen und versuchte das Training anzuziehen und so viel Zeit wie möglich für die Vorbereitung zu investieren, um mit einem guten Gefühl an den Start zu gehen. Die Routine bei den Wettkämpfen und Gewissheit, dass ich trotz Ausfall bestmöglich trainiert habe, gaben mir die notwendige mentale Ruhe und Stärke beim Wettkampf. Predigte mir Tom bei jedem Wettkampf, ich soll den Moment genießen, wusste ich diesmal endlich was er damit meinte. ☺ Vor einem Jahr... Und am 10.07.2016 !!!! Natürlich hatte auch ich dieses Mal Wehwehchen hier und Aua dort, natürlich habe auch ich mich, wie einige andere auch, während dem Wettkampf übergeben müssen, aber das gehört alles dazu, das weiß ich jetzt auch ☺ und ich habe trotzdem jeden einzelnen Moment genossen und werde es wieder tun! Viele in meinem Umfeld können es nicht nachvollziehen warum ich mir „DAS“ antue. Ernte ich genauso oft komische Blicke aufgrund meines doch untypischen und unsportlichen Körperumfangs, wie Gesten der Bewunderung und Zuspruch von etlichen Zuschauern und Wettkampfteilnehmern für den Weg den ich eingeschlagen habe. Ich schöpfe aus den positiven Momenten und Fortschritten und vor allem dem Rückhalt unserer phänomenalen Trainingsgruppe, immer wieder neue Energien, um den Kampf gegen meinen inneren Schweinehund zu gewinnen und meinem Körper wieder Leben einzuhauchen. Denn ich mache all das nicht um einfach Tage in meinem Leben rum zu bekommen, sondern um meinen Tagen Lebensenergie einzuhauchen. Meine neu entfachte Liebe zum Triathlon habe ich nicht zuletzt dem schicksalhaften Kennenlernen von Heiko Lowak zu verdanken und vor allem Petra und Tom, die den Kampf trotz meines enormen Start(Kampf)gewichtes von sagenhaften 118 kg (BMI 41,3) mit mir aufgenommen und niemals den Glauben und an mich verloren haben. Nicht zu vergessen die Geduld, die sie trotz der wortwörtlichen erschwerten Bedingungen 😉 und ständigem MI MI MI MI mitgebracht haben (aber wie ich Tom kenne treibt er mir auch das aus *zwinker*).     Nicht zu vergessen mein Schatz, der in den vergangenen Monaten mit einer kraftspendenden Mischung aus Geduld, Nachdruck und Liebe alle Entbehrungen ertrug und mich auf meinem Weg begleitet hat und weiterhin begleiten wird. Euch allen gelten mein besonderer Dank und meine tiefste Verbundenheit, denn Ihr macht es möglich, dass ich diese geniale Erfahrung in meinem Leben machen durfte und weiterhin darf. ☺ Danke Eure Tischa 😉