Ermüdungsbruch oder Stressfraktur

Was ist eigentlich ein Ermüdungsbruch? Ein Ermüdungsbruch - auch Stressfraktur genannt - entsteht durch eine langandauernde und wiederholte "normale" Belastung der knöchernen Strukturen, kann aber auch durch wenige sehr hohe Überlastungen verursacht werden. Ein Ermüdungsbruch ist eine klassische Überlastungsverletzung. Von einem Ermüdungsbruch sind vorwiegend die Beine und Füße sowie die Knochen des Beckengürtels betroffen. Zunächst winzige Mikrofrakturen vergrößern sich zu Rissen und dann zu einem Bruch des betroffenen Knochens, der aber selten vollständig bricht. Am häufigsten sind Unterschenkel und Fuß betroffen. Manchmal wird die Stressfraktur auch Marschfraktur genannt da diese Verletzung, der typische Ermüdungsbruch im Bereich der Mittelfußknochen, zuerst bei Soldaten beobachtet wurde. Symptome Die Beschwerden der Ermüdungsbrüche äußern sich meist schleichend. Die Betroffenen bemerken leichte Schmerzen, die nur unter Belastung auftreten und im Ruhezustand nicht mehr zu spüren sind. Kennzeichnend für einen Bruch ist außerdem, dass die Symptome nach der Aufwärmphase des Sportlers nicht wieder verschwinden, wie es bei anderen Erkrankungen üblich ist. Auf Grund einer Stressfraktur äußert sich an der Bruchstelle zunächst ein punktförmiger Druckschmerz, bevor eine Schwellung entsteht, die sich auch nach einer längeren Zeit nicht zurückbildet und unter Anstrengungen Schmerzen verursacht. Spätestens an dieser Zeitpunkt ist der Zeit gekommen einen Sportmediziner, Orthopäden oder der Arzt aufzusuchen. Behandlung Wird eine Stressreaktion des Knochens frühzeitig entdeckt, ist eine längere Trainingspause für Sportler sinnvoll (6 Wochen). Ist es bereits zu einem Bruch gekommen, wird das betroffene Bein mit einem unbeweglichen Verband über einen Zeitraum von sechs Wochen ruhig gestellt. Im ungünstigsten Fall ist eine komplette Entlastung des Beines mit Hilfe von Gehstützen erforderlich. Häufig reicht jedoch der etwa sechswöchige Verzicht auf sportliche Belastung aus. Nur selten wird ein Gipsverband eingesetzt. Zusätzlich kann man unterstützend therapieren mit Kalzium- und Vitaminpräparaten. In seltene Fälle wird dieser Fraktur operativ behandelt. Auszeit kann dann auch bis zu einem halben Jahr dauern. Prävention Damit  Stressfrakturen erst überhaupt nicht auftreten ist es für Sportler ratsam, ein realistisches auf die jeweilige  körperliche Belastbarkeit angepasstes Trainingsprogramm auszuüben.  Auch eine regelmässiger sportmedizinische Betreuung ist angeraten. Eigentlich versteht es sich von selbst, aber dennoch sei hier noch einmal darauf hingewiesen, sich vor dem Training gründlich aufzuwärmen. Für die sportliche Leistungsfähigkeit ist es wichtig, sich ausgewogen zu ernähren, um den Körper dadurch mit allen erforderlichen Nährstoffen zu versorgen.
Noch ein paar Tipps zur Vermeidung:
  • Laufumfang „vernünftig“ wählen
  • Beim Auftreten von Schmerzen sofort pausieren
  • Nicht mit alten „fertiggelaufenen“ Schuhen laufen
  • Nicht ausschließlich auf Asphalt laufen

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