Analgetika in Wettkampf

Ein wichtiges Thema im Sport ist der Gebrauch bzw. Missbrauch von Medikamenten. Wir möchten hier keine Predigt halten und schon gar nicht den Moralapostel spielen. Allerdings ist es uns wichtig, vor allem im Bezug auf die Gesundheit, klar Stellung zu beziehen. Wir reden häufig über Schmerzen, kleineren Wehwehchen und mittleren Verletzungen. Dabei wird in der Regel  auf "altbewährte" Mittelchen zurückgegriffen: Schmerzgels, Tabletten, Painkiller oder andere wohltuende Präparate. Sind diese allerdings so problemlos und ungefährlich einzusetzen? Die meisten von uns haben keine medizinische Ausbildung hinter sich - allerdings ein logisch und vernünftig denkendes und arbeitendes Gehirn. Und dies sagt uns, dass ein Schmerz ein Hinweis oder ein Indikator für irgendwas ist und bekämpft werden soll. Sei es durch Ruhe oder durch medizinische Behandlung. Dies soll aber auch bedeuten, dass ein Wettkampf abgesagt wird wenn der Schmerz zu groß wäre. Und hier kommt das besorgniserweckende: Laut eine Studie der Uni Erlangen greifen 11% der Starter des Bonner Marathon VOR dem Start nach Analgetika ( Altgriechisch für algos = Schmerz, also Schmerzmittel) weil schon Schmerzen vorhanden sind. Noch schlimmer ist allerdings, dass 50 % der Starter VOR dem Wettkampf schon Schmerzmittel genommen haben obwohl keine Schmerzen vorhanden sind. Die Nebenwirkungen eines solchen Missbrauches können verheerend sein. Alle verwendeten Schmerzmittel können die Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts (GIT) und die Funktion der Niere negativ beeinflussen. Jeder muss das mit seinem eigenen Gewissen und seiner Gesundheit vereinbaren. Wir sind der Meinung: Sport ist Spaß und dient der Gesundheit!

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