Schwimmen im Wasserschatten

  Es ist inzwischen durch mehrere Studien belegt: Schwimmen im Wasserschatten macht wirklich schneller. Klingt komisch ist aber so. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:     Was ist eigentlich der Wasserschatten? Durch das regelrechte "pflügen" des Vordermannes im Wasser wirbelt dieser Luftblasen mit unter die Oberfläche und das wiederum senkt den Wasserwiderstand hinter ihm. Der nachfolgende Schwimmer profitiert davon, da er weniger Kraft aufbringen muss um den Wiederstand zu überwinden. Das äußert sich dann durch eine geringere Herzfrequenz bei gleichem Tempo und durch geringere Sauerstoffaufnahme und Laktatwerte. Vergleichbar mit dem Windschatten-Fahren auf dem Rad. Was bringt uns der Wasserschatten? In einer wissenschaftlichen Studie an Triathleten, die 750 Meter Schwimmen und anschließend 15 Minuten Radfahren sollten durfte die eine Hälfte der Probanden im Wasserschatten schwimmen, die andere nicht. Ergebnis: Die Wasserschatten-Gruppe war um fast fünf Prozent besser beim anschließenden Radfahren. Wo genau liegt der Wasserschatten? Hierzu gibt es verblüffende Erkenntnisse aus Studien: Es gibt keine Unterschiede ob der Triathlet direkt hinter einem anderen Schwimmer oder einen halben Meter dahinter schwimmt. Man muss also nicht die Zehen des Vordermanns mit der Hand berühren und somit keine Angst vor den Treffern mit dem Fuß haben. Zudem ist die Sicht bei 50 Zentimeter Abstand auch etwas besser. Ganz instinktiv nehmen die meisten Schwimmer einen Abstand von circa 60 Zentimeter hinter dem Vordermann ein. Also nur noch etwas näher ran, als gewohnt - schon profitiert man vom Wasserschatten. Eine weitere Überraschung ist, dass es auch neben einem anderen Schwimmer Wasserschatten gibt. Nämlich einen Meter seitlich, wenn man den Kopf etwa auf Hüfthöhe des anderen hat, sinkt der Wasserwiderstand ebenfalls - allerdings macht der Effekt hier nur ein Drittel dessen aus, was beim Schwimmen hintereinander möglich ist.

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