Trailrunning – Laufen mal abseits befestigter Wege

Nach einer anspruchsvollen Saison mit zwei Mitteldistanzen, wollten wir uns in der herbstlichen Off-Season-Zeit mal anderen (Lauf)Pfaden widmen.
Da meine Vergangenheit sehr mit Querfeldeinrennen verbunden war, haben wir uns mal darin versucht:
Nach ein paar Kilometer lockeren Traben´s über Stock und Stein sind wir wieder daheim angekommen, mit einem leichten Grinsen im Gesicht und dem Wissen, warum Laufen glücklich machen kann.
Trailrunning macht also eindeutig Spass und Laune!
 
Der Laufschuhhersteller Asics hat in seiner Umfrage "Reasons to Run" gemerkt, dass der Deutsche statistisch gesehen ein sehr eifriger Läufer ist: Durchschnittlich 7mal im Monat läuft, und dabei ca. 6,4 km pro Lauf zurücklegt.
Laut der selben Studie werden ca. drei-viertel der Läufe im Wald oder Land absolviert, und wiederum davon ein Teil als Trailrunning.
Europäisch gesehen sollten so ungefähr 5,5 Mio. Läufer regelmässig quer durchs Feld Rennen.
 
Trailrunning ist also das neueste Modewort. Was genau aber versteckt sich hinter diesem "Quer-durchs-Feld-rennen"?
Es bedeutet eigentlich nichts mehr als eine Fußspur oder einen Wanderweg zu rennen. Es wird ein Ziel ausgemalt, und da wird hingelaufen.
Beispiel wäre hier ein Hügel oder Berggipfel den man geradewegs, nicht zwingend auf den Wanderpfaden, erreichen mag, und da angekommen wieder runter rennt und obendrein eine andere Route verfolgt.
 
Die Vorteile
Trailrunning ist richtig abwechslungsreich und es fordert, nebst der Koordination, auch den Krafteinsatz. Hauptsächlich die Oberschenkelmuskulatur wird sehr stark beansprucht.
Zusätzlich sind es die Waden und die Fußmuskulatur die von der stetigen Abwechslung profitieren - nicht wie bei den monotonen Läufen auf der Strasse. Da im Gelände die Geschwindigkeit sehr variabel ist, und immer den Umständen angepasst wird, tun sie auch in diesem Bereich was Gutes.
Die Schrittfrequenz und -Länge ist sehr unterschiedlich zu dem des regulären Strassenlauf. Somit nimmt dieses Training letztendlich Einfluss auf eine positive Entwicklung Ihrer Grundgeschwindigkeit.
 
Die Nachteile
Grundsätzlich sind die Nachteile sehr gering, da man selbst merkt, wo, wie schnell und wann gelaufen werden kann.
Eine Gefahr birgt natürlich das Überschätzen seiner Fähigkeiten, da schnell die Konzentration nachlässt und es so zum Umknicken des Fußes kommen kann - mit einem möglichen Bänderriss zur Folge.
 
Das Equipment
Kleine aber feine Unterschiede in der Kleidung sind auch hier anzutreffen, z.B. führt Asics eine eigene Trailrunning-Linie, die beim Shirt eine sehr sinnvolle Ergänzung hat, nämlich Taschen an der Seite für Schlüssel und Telefon mit Reissverschluss, und zwei kleine Seitentaschen für Riegel oder ein  (kleines) Getränk(siehe Shirt auf dem Bild...mit Belohnungskaffee nach einem schönen Run)
Die Schuhe sollten ein wenig verstärkt sein. Erläuterung und Produkttest folgt.
  Die Technik
Grundsätzlich sind beim Trailrunning eher kleinere Schritte angesagt und dadurch bedingt ist die Frequenz viel höher.
Bergauf ist es sehr sinnvoll KEINE grossen Schritte zu machen, da diese unnötig Kraft kosten. Je steiler der Berg, desto kleiner die Schritte. Achten Sie auf das Aufsetzen des Vorderfußes!  Hilfreich ist auch ein verstärktes Einsetzen der Arme, da die in Koordination mit den Beinen arbeiten. Obwohl die Natur in bergiger Umgebung sehr schön sein kann, achten Sie auf den Boden!!!
Bergab kann es sein dass es anstrengender wird als bergauf, nicht zu schnell und unkontrolliert laufen ist hier die Devise. Die Oberschenkel fangen viel auf, und es hilft wenn sie leicht nach hinten "hängen", da Arme und Rumpf hier die Balance mithalten. Auch hier ist der Blick auf den Boden gerichtet, da ein Umknicken sehr schnell passiert ist.
 
Die Trainingseinheit
Als Trainingseinheit kann man z.B. Trailrunning ideal einbauen in dieser Jahreszeit, schön über laubbedeckte Felder rennen, die späte Herbstsonne noch im Gesicht wärmend geniessen.
Ein Work-out könnte zum Beispiel sein: 10 Minuten lockeres Einlaufen, z.B. die Strecke bis man an seinen Wanderweg oder Feld angekommen ist, und dann 20 Minuten Fahrtspiel mit allem was das Läuferherz begehrt. Kurze Sprints die 5-10 Sekunden dauern oder Tempo-Abschnitte von 30 Sekunden bis hin zum konstanten Tempo bis drei Minuten.
Hauptsache man variiert und es kommt keine Langeweile auf. Mich hat im übrigen meine Pulsuhr dabei nicht gestört. Danach wieder 10 Minuten auslaufen und schon fertig!
Kleiner Tipp: Da Sie in der Natur unterwegs sind, und es in vielen Gebieten Zecken gibt, suchen Sie sich nach dem Laufen ab und entfernen sie gefundene Zecken so schnell wie möglich. Mehr Info über Zecken, hier!!
Die Natur wartet schon auf Sie! Wir freuen uns, wenn ihr uns teilhaben lasst, an euren Erfahrungen und Bildern!

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