Aquajogging, ist das was für mich?

Aquajogging, ist das was für mich?
 
Für Läufer ist Aquajogging ein Thema mit vielen Unbekannten. Wann und warum setzt man es ein, wie gehe ich es richtig an, und was bringt es mir? Das sind einige der Fragen, die einem durch den Kopf schwirren bei diesem Thema. Vielleicht kann durch Aquajogging auch der ein oder andere wasserscheue Läufer dann doch in den Pool gelockt werden…
 
Als erstes sollten wir erklären was Aquajogging eigentlich bedeutet: Es ist nichts anderes als „im Wasser laufen“. Unterscheiden kann man dann (durch die Wassertiefe), bis 1,20-1,30m Wasserhöhe erfolgt Aquajogging mit Bodenkontakt, Tiefwasser-Jogging erfolgt mit Auftriebshilfe.   Es gibt verschiedene Auftriebshilfen: Beispiele wären Arm-Hanteln, Beinschwimmer, Noodles oder Gürtel, die ideal für Anfänger geeignet sind.  
Wasser hat eine höhere Dichte als Luft, nämlich 800-mal. Zudem ist der Widerstand im Wasser um 12 bis 14mal höher als an Land,  das erklärt die erhöhte Muskelaktivität. Durch diesen Auftrieb „schwebt“ man im Wasser und die Gelenke und Sehnen werden bei der Laufbewegung nicht so belastet. Trotzdem wird die Muskulatur stark eingesetzt und aktiviert. (Sie werden merken, laufen im Wasser ist anstrengender als an Land!!)
Meist wird genau aus diesem Grund Aquajogging erst eingeplant, wenn es orthopädische Probleme gibt, oder nach einer Verletzung. Somit eher vom Arzt oder Orthopäden verordnet oder empfohlen. Ist denn Aquajogging wirklich nur ein Ersatztraining?
 Aquajogging wirkt sich generell sehr positiv auf die allgemeine Lauf-Form aus und sollte ebenso wie Lauf-ABC nicht unterschätzt werden. Neben der Abwechslung zum alltäglichen Outdoor-Training, beeinflussen die meditative Kraft und Aufmerksamkeit den Laufstil und die allgemeinen Lauffähigkeiten nachhaltend. Zusätzlich sorgt  das Zusammenspiel von Armen und Beinen noch für eine sehr ausgeprägte koordinative Komponente.
 
Es ist also nicht nur ein Ersatz, es kann und soll auch eingesetzt werden als Teil Ihrer wöchentlichen Trainingseinheiten! Richtig ausgeführt, ist Aquajogging ein schonendes Ganzkörpertraining.
Durch den hydrostatischen Druck fördert Aquajogging die Aktivität der Atemmuskulatur (für die Einatmung). Das Ausatmen wird durch den Druck erleichtert, dadurch ist Aquajogging auch geeignet für Asthmatiker.  
Das richtige Aquajoggen ähnelt stark das normale Laufen. Anfangs hat man die Neigung sich nach vorne zu beugen, und verspürt den Drang vorwärts zu kommen. Ist aber nicht ganz richtig. Die Arme legt man an den Körper an, man hebt das Knie leicht an, und gelaufen wird leicht vorderfüssig, also Zehen eher nach unten Richtung Beckenboden. Dazu sollten die Schritte nicht allzu groß sein. Die Haltung ist aufrecht, Kopf-Brust-Bauch-Hüfte formen eine Linie, und  die Arme und Beine werden aufeinander abgestimmt.
  Da die Arme eine geringere Angriffsfläche haben (also einen geringeren Widerstand), ist am Anfang ein wenig Vorsicht geboten, mit der Kraft die Sie einsetzen. Ein kleiner Trick: kleinere Schritte machen bis die Koordination wieder passt.   Jetzt kommt ein iso-kinetischer Faktor ins Spiel: der Athlet bestimmt die Intensität von seinem Training selbst, da das Wasser nur soviel Widerstand bietet wie der Athlet seine Kraft einsetzt. Dem Athleten ist es also möglich, seinen Trainingsplan auch im Wasser durchzuführen - sowohl Intervall als Dauerlauf.  
Falls ein Athlet seinen Brustgurt im Wasser trägt, sind in der Regel die Werte etwas niedrigerals an Land, ca. 10 Schläge. Grund hierfür ist hauptsächlich die geringere Schwerkraft des Körpers.
Aquajogging lehnt sich also sehr stark an das reguläre Laufen an, nur soll die Wassertemperatur warm -28 bis 30°- genug sein, da viel Körperwärme im Wasser verloren geht.
Tipp: Im Sommer im Freibad bitte nicht vergessen einzucremen, Sonnenbrille auf und Getränke an den Beckenrand stellen.  
Eine kleiner Aquajogging-Knigge:  
- Nicht auf einer Schwimm-Bahn.
- am Beckenrand ist es am geeignetsten.   Also rein ins Wasser, und diesmal zum aquajoggen !!
 

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