Das Aus für den Salzburgerland Triathlon

Ein Nachruf als Notruf?   Mittlerweile ist es so, dass viele Triathlon-Veranstaltungen unter den Mantel einer großen Organisation schlüpfen oder durch eine Eventagentur betrieben werden. Ein Beispiel für einen sogenannten familiären Wald- und Wiesentriathlon ist der „Salzburgerland Triathlon“ gewesen. Ja – Sie lesen leider richtig: Gewesen. Da es diesen wunderschönen Wettkampf wohl nicht mehr gibt, möchte ich es mir nicht nehmen lassen und hier eine Art Nachruf oder auch Notruf zu verfassen:   Ehrlich gesagt findet man selten so einen perfekt organisierten, und trotzdem sympathischen Traditionswettkampf, wo die Startgebühr absolut im Rahmen ist. Ich verwende genau diese Worte, da dieser Rahmen für mich gilt, und daher nicht repräsentativ ist. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass ich nicht ganz alleine bin und es der ein oder anderen Triathleten ähnlich wie mir geht. Manche Triathlons, meistens kleinere Traditionsveranstaltungen, vor allem im ländlichen Raum, können nicht mehr durchgeführt werden weil die Rahmenbedingungen einfach nicht mehr passen: Straßenabsperrungen und Seezugänge werden zu teuer, strenge Sicherheitsauflagen müssen eingehalten werden. Und kleinere Vereine können und wollen die finanzielle Verantwortung auch nicht mehr tragen. Genau aus den Gründen geht auch so eine schöne Veranstaltung wie in Salzburg verloren. Ebenso auch Tutzing, einen Triathlon den es auch nicht mehr gibt. Letzten Endes läuft es darauf hinaus, dass man sich schon ein Jahr im Voraus bei einer der Großveranstaltungen, die von Ländern und Städten gefördert und touristisch vermarktet werden, anmeldet. Manchmal fragt man sich schon, ob die horrenden Startgelder das alles rechtfertigen? Eben diese Veranstaltungen ziehen immer mehr dieser „Porno-Poser“ an, die mit dem eigentlichen Sportgedanken nichts gemeinsam haben. Ganz am Rande und in Klammern bemerkt entgeht es einem nicht, dass manch Veranstalter rein zufällig mit dem Landesverband stark verwurzelt ist. Und aus diesem Grund auch rein zufällig einen Triathlon-Wettkampf in den Landesmeisterschaften organisieren darf…   Ist das noch der Geist von Triathlon/Sport? Dieser ganz besondere Geist und Spirit.. wo der Mensch sich den Elementen stellt und jeder einzelne Finisher ein Held ist. Egal ob mit City-Bike und Körbchen dran oder einer Hochleistungsmaschine - angefeuert von sportbegeisterten Freiwilligen.   Ich vergleiche das mit den Tante-Emma-Läden die inzwischen fast komplett durch Supermarktketten und Megacenter verdrängt sind. Ist das gut oder schlecht? Natürlich ist das alles eine rein wirtschaftliche Entwicklung. Allerdings sollte man sich beim Sport die Frage stellen, ob die Effizienz und Wirtschaftlichkeit auch in unserer Freizeit regieren sollte?   Manchmal ist es einfach schön in einem Tante-Emma-Laden einzukaufen und nicht nur in Megakaufhäuser. Und der Salzburgerland-Triathlon war genauso ein Tante-Emma-Laden: Prima organisiert – noch dazu ein Wohltätigkeitsevent und alle Leute waren mit Leib und Seele dabei. Nicht zu vergessen: Die sündhaft leckeren Kuchen!!! Auch wenn hier und da eine Absperrung nicht ganz perfekt war oder die Wechselzone nicht einem gepflegten englischen Rasen glich. Diesen Wettkampf werde ich vermissen. Und leise hoffe ich doch noch auf ein Come-back…  

Eine Antwort auf „Das Aus für den Salzburgerland Triathlon“

  1. Antwort von SLT per Email:

    Servus Tom,

    danke für deine lieben Worte.
    Es ist mir anfangs nicht leicht gefallen diesen Schritt zu machen, jetzt allerdings geht es uns richtig gut damit.
    Für unsere Familie war der SLT schon eine große Belastung, es hat sich leider im Verein niemand gefunden es so weiter zu führen.
    Wir hatten ein Angebot einer event Agentur den Bewerb weiter zu führen, bei genauer Betrachtung stellte sich allerdings sehr schnell heraus das die Agentur nur die Sponsorengelder abschöpfen wollte.
    „Aufhören soll man dann wenn es am schönsten ist!“ Ein altes Sprichwort aber sicher ein gutes Sprichwort!

    Liebe Grüße an euere Mitglieder
    Andi

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